Buochs besteht Härtetest gegen den FC Luzern

Mit einer souveränen Leistung im letzten Heimspiel des Jahres unterstrich der SC Buochs seine momentan beneidenswerte Form und siegte gegen den FC Luzern II glatt mit 3:0

Auf diese Affiche warten die eingefleischtesten Buochser Fans jeweils besonders gespannt. SC Buochs gegen den Nachwuchs des FC Luzern, das nationale Aushängeschild des Innerschweizer Fussballs. Die Spiele der beiden technisch gut beschlagenen Teams ziehen einerseits meist eine überdurchschnittliche Zuschauermenge auf das Seefeld, und andererseits geniessen die Fans äusserst unterhaltsame Partien. Das Spiel war zugleich auch das letzte Heimspiel der Buochser in diesem Jahr, da nun noch zwei Auswärtsspiele vor der Winterpause folgen. Dieser Umstand sowie die Tatsache dass kein Regen in Sicht war lockte denn auch stattliche 400 Zuschauer an die Gestade des Vierwaldstättersees. Und es wurde ihnen auch einiges geboten.

Der Gast aus Luzern hatte in den ersten 20 Minuten eine leichte Feldüberlegenheit, konnte diese jedoch nicht in Zählbares ummünzen. Mit dem ersten vielversprechenden Angriff der Buochser nach 18 Minuten fiel dafür das Tor für das Heimteam. Ein Angriff über die linke Seite, Tanushaj der sich in den Strafraum durchspielte und den Abschluss suchte. Enzler parierte den platzierten Abschluss, jedoch genau vor die Füsse Da Costas, der goldrichtig stand um den Rebound im Tor unterzubringen. Den Luzernern bot sich nach 37 Minuten eine grosse Möglichkeit, das Spiel auszugleichen als Rüedi eine scharfe Cornerhereingabe in den 5m Raum schlug, dort aber niemand resolut genug den Kopfball suchte und der Ball auf der Linie befreit werden konnte. Nur wenig später manövrierte sich Gjidoda in eine ausgezeichnete Position, als er bei einem Konterangriff sich auf die verwaiste rechte Seite begab, dort angespielt wurde und solo auf Torwart Enzler losziehen konnte. Sein Diagonalabschluss konnte vom Luzerner Keeper aber gerade noch zum Corner abgewehrt werden. Nach einem etwas verhaltenen Start der Buochser fanden diese besser ins Spiel und hatten, je länger das Spiel dauerte, den Gegner besser im Griff. Die Luzerner ihrerseits konnten nach einem verheissungsvollen Start die Pace nicht mehr ganz so hoch halten und gaben die Feldvorteile wieder ab. Sie fanden einfach kein Rezept gegen die gut organisierte und grossgewachsene Buochser Verteidigung. Mit hohen Bällen war da ganz bestimmt kein Nussgipfel zu gewinnen. So blieben Luzerner Torchancen eigentlich für den Rest des Spiels Mangelware. Einzig kurz vor Spielende brachten sie nach einem Corner einen Kopfball aufs Tor, doch Bühler stand gut positioniert und befreite auf der Torlinie für den geschlagenen Blättler.

Die Buochser schienen dem Ein-Tore-Vorsprung nicht so recht zu trauen und schalteten in der zweiten Halbzeit gar noch einen Gang hinauf. Der Luzerner Trainer Seoane versuchte seinerseits mit einem Doppelwechsel gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit neuen Schwung und mehr Stabilität ins Spiel des FCL zu bringen. Dies klappte eine Viertelstunde lang gar nicht so schlecht, bis Lambert einen Foulfreistoss aus gut 20m treten konnte. Sein perfekt platzierter Schuss über die Mauer hätte sauber ins Toreck gepasst, doch Enzler war in glänzender Spiellaune und kratzte das Ding noch aus den Fugen. Die Buochser aber blieben dran, suchten den zweiten Treffer. In der 69. Minute leitete Da Costa die nächste Welle ein. Sein Pass von der linken Aussenbahn fand leicht zentraler Tanushaj, der in bekannter Manier mit dem Ball am Fuss sich an den Gegenspielern vorbei in den Strafraum vorschob. Der eingewechselte Ajeti, der bereits kurz zuvor wegen Reklamierens eine Verwarnung abgeholt hatte, streckte unseren Filigrantechniker im Strafraum nieder und holte sich den zweiten Karton ab. Sein heutiger Einsatz war nach knapp 25 Minuten bereits wieder vorbei. Gjidoda legte sich den Ball auf dem weissen Punkt zurecht und versenkte diesen souverän in der rechten unteren Torecke zum 2:0. Die Buochser zeigten nun eine abgebrühte Leistung, standen defensiv solid, fighteten sich im zentralen Mittelfeld verlorene Bälle zurück und lancierten Mal um Mal neue Angriffe. Knapp eine Viertelstunde vor Schluss inszenierte die Weisse Welle eine Torschussserie sondergleichen. Erst tanzte sich Tanushaj an den Gegnern vorbei in den Strafraum und hämmerte drauflos, sein Abschluss war jedoch zu direkt auf den Tormann platziert, sodass er an diesem scheiterte. Keine Minute später tauchte Gjidoda auf der linken Seite auf und suchte aus spitzem Winkel seinen zweiten Treffer; der Abschluss pfiff jedoch vor dem Tor vorbei ins Aus. Aber schon wenige Sekunden später rollte die nächste Welle über Trajkovic an. Dieser drang in den Strafraum ein, blieb aber mit seinem Abschluss am Gegenspieler hängen welcher zum Corner befreien konnte. Es roch nach Tor und der Entscheidung, doch diese fiel (noch) nicht. Ziemlich nahe kam Lars Unternährer diesem Unterfangen, als der mit einem guten Torriecher ausgestattete Sturmtank mit viel Freiheit bis an den Strafraum vordringen konnte und den Abschluss Richtung weitem Pfosten suchte. Sein Versuch war jedoch zu genau gezirkelt, und so sah er seinen Schuss vom Pfosten ins Feld zurückprallen. Es dauerte bis weit in die Nachspielzeit hinein, ehe der Kapitän die Schotten dicht machte und das Spiel endgültig entschied. Die Luzerner versuchten zuvor wenigstens noch ein Tor zu erzwingen, doch dieses Unterfangen wollte ihnen heute nicht mehr gelingen. So setzte Buochs zu einem letzten Konter über die rechte Flanke an, der Ball wurde im richtigen Augenblick quer zum mitgelaufenen und ungedeckten Lambert gespielt, der beim Schlussbouquet ebenfalls seine ganze technische Klasse aufblitzen liess. Keine Direktabnahme, kein Hammer aus 20m, und auch nicht den Ball ins Tor tragen wollen. Nein, il capitano nahm den Ball an, ging bis an die Strafraumgrenze, wartete bis Enzler ihm genug weit entgegen kam um den Winkel zu verkürzen, und setzte praktisch aus dem Stand zu einem Lop an den der vorgerückte Tormann unmöglich noch erreichen konnte.

Das 3:0 besiegelte die Angelegenheit, in welcher Buochs nach 20 Minuten eindeutig das Zepter in der Hand hielt und Luzern kaum noch etwas kreieren konnte. Ein vollauf verdienter Sieg, mit welchem der SCB den zweiten Platz zementiert, zumal Verfolger Münsingen in Bassecourt nicht über ein Remis hinaus kam. Am nächsten Sonntag spielt der SC Buochs sein zweitletztes Spiel in diesem Herbst auf dem GC Campus in Niederhasli gegen die zweite Mannschaft des Grasshopper Club Zürich, welche heute mit Zug 94 kurzen Prozess machte und 1:5 gewann. Buochs sollte also gewarnt sein, stehen sie doch dem treffsichersten Team der gesamten 1. Liga gegenüber, welches zudem mit Spielern des Fanionteams gespickt sein dürfte. Kleine Randnotiz: der SC Buochs führt aktuell zusammen mit GC die Fairplay Rangliste der gesamten 1. Liga (inkl. Promotion League) an. Chapeau! Freuen wir uns also auf ein spannendes und hoffentlich auch faires Spiel. Hopp Buochs!

 

Matchtelegramm:

SC Buochs - FC Luzern II 3:0 (1:0)

Seefeld - 400 Zuschauer - SR: Schelb

Tore: 19. Da Costa 1:0, 69. Gjidoda 2:0 (Foulpen.), 93. Lambert 3:0

Buochs: Blättler; Bühler, Guidotti, Diethelm, Trajkovic; F. Nickel, T. Nickel; Gjidoda (84. Haldi), Lambert, Tanushaj (88. Kirschenhofer); Da Costa (78. Unternährer)

Luzern: Enzler; Heini (46. Ajeti), Schmid, Sousa, Feka; Voca; Riedmann, Rüedi, Wolf (67. Njau), Binaku (46. Shabani); Hoxha

Bemerkungen: Platzverweis Ajeti (69., gelb-rot), Pfostenschuss Unternährer (83.)

 

 

Samstag, 28.10.2017 – Giampi

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