Buochs bodigt GC

Buochs geriet gegen die Grasshoppers zuhause zweimal in Rückstand, konnte diesen zweimal ausgleichen und erzielte am Ende eines spektakulären Spiels noch den 3:2 Siegestreffer

Das Duell zweier Auftaktverlierer entpuppte sich zu einem sehr unterhaltendem Spiel und offenem Schlagabtausch. Das Team der Grasshoppers war gespickt mit Spielern welche bereits Erfahrung aus dem Profiteam aufweisen konnten. Souare, Morandi, Diani, Sukacev, Goelzer und Rustemoski konnte man alle schon mal auf einem Spieltelegramm der Profis lesen. Doch auch Buochs muss sich nicht verstecken. Gestandene 1. Liga Spieler, hungrige Talente, und mit Lembi ein ebenfalls Super League erfahrener Fuchs, der sein Rudel zu leiten weiss.
Die Gäste aus Zürich gingen nach knapp einer Viertelstunde mit einer glücklichen Aktion in Führung. Morandi drang relativ ungehindert von halb-links in den Strafraum ein und versuchte den Ball rechts an Epp vorbei ins lange Eck zu schlenzen. Der Ball wäre jedoch ziemlich am Pfosten vorbei geflattert...hätte nicht Tobi Nickel zu einer Rettungsaktion ansetzen wollen, mit welcher er anstatt zu befreien den Ball gleich selber in die eigenen Tormaschen manövrierte. GC behielt etwas das Oberwasser und kam nach 23 Minuten zu einem Foulfreistoss, den sich Sukacev zurecht legte. Der Profi zirkelte den Ball gekonnt über die Mauer, streifte jedoch nur die Lattenoberkante. Glück für die Buochser. Diese gaben jedoch nicht gleich auf. Praktisch im Gegenzug konnte Gjidoda steil geschickt werden, dieser umkurvte den Torwart und schob ein...die Katze wollte bereits loslegen, als Schiri Qovanaj die erhobene Fahne seines Assistenten bemerkte und auf Abseits entschied. Doch Pädi hatte deswegen nicht gleich einen Durchhänger; keine Minute später wurde er erneut fabelhaft auf halb-links lanciert, drang in den Strafraum ein und versuchte mit einem scharfen, flachen Diagonalschuss Keller zu bezwingen. Der Abschluss flog nur hauchdünn am weiten Pfosten vorbei ins Aus. Doch GC stand nicht nur Spalier und liess Buochs gewähren. Auch sie wussten das Mittelfeld jeweils schnell mit langen Bällen zu überwinden um ihre gut positionierten Offensivspieler in Szene zu setzen. Nach gut einer halben Stunde konnte auf diese Weise Goelzer freigespielt werden, der sogleich solo auf Epp zustürmte und den Abschluss suchte. Der Buochser Schlussmann parierte jedoch klasse zum Corner. Buochs wendete eine ähnliche Strategie an: oft wurde von der Mittellinie aus mit einem weiten Ball ein Offensivspieler gesucht, und wenn der Pass präzise genug war, so wurde es sofort gefährlich. Einmal mehr stand Gjidoda goldrichtig am Strafraum, Ballannahme, zwei drei Schritte und sofortiger Abschluss. Diesmal liess er mit seinem Flachschuss links an Keller vorbei dem Tormann keine Chance, der langersehnte Ausgleich war endlich Tatsache.
Auch die zweite Halbzeit bot ähnliche Abwechslung. Nach nur fünf Minuten gingen die Gäste erneut in Führung. Wieder konnte Sukacev sich einen Ball zum Freistoss zurechtlegen, und erneut brachte er den Ball mit höchster Präzision über die Mauer...und diesmal gekonnt in die Maschen zum 1:2. Danach war es das Duo Lembi/Gjidoda welches für die Katzenmusik sorgte. Erst scheiterte Pädi mit seinem Abschluss noch an Keller, den Nachschuss schloss Lembi mit einem Strich ab, den Keller nur im Nachfassen bändigen konnte. Mit dem nächsten Buochser Angriff drehte die Szenerie, griff Lambert von links an und passte massgeschneidert zur Mitte, wo Gjidoda den Fuss in den richtigen Winkel stellte und den Ball im Netz zum Ausgleich unterbrachte. Danach suchten beide Teams die Entscheidung. Angriffe und Gegenangriffe wechselten sich in bunter Reihenfolge ab. Doch ein Treffer sollte nur noch einem Team vergönnt sein. Ein Angriff über die rechte Buochser Flanke mit Neuzuzug Würmli, der im Doppelpass mit Gjidoda den Ball wieder in den Lauf gespielt erhielt und mit einem prächtigen Schlenzer ins weite Eck wunderschön zum 3:2 traf. Kurz vor Ende bot sich Gjidoda noch eine letzte Chance, den Hattrick klarzumachen, doch Keller wehrte seinen Abschluss von der Strafraumgrenze, nach einer 270 Grad Drehung mit dem Ball am Fuss, grandios zur Ecke ab. Praktisch mit dem letzten Angriffsversuch wollte sich GC wenigstens noch den einen Punkt krallen, der ihnen Würmli kurz zuvor entrissen hatte. Ein weiter, hoher Ball auf den loseilenden Morandi konnte Fäbu Nickel mit dem letzten Einsatz seiner Kräfte wegköpfen, ansonsten hätte sein Kontrahent freie Bahn auf Epp gehabt.... aber was dann geschehen wäre, finden wir eventuell beim nächsten Aufeinandertreffen heraus. Denn hier war kurz darauf Ende Gelände, Buochs holte sich dank einer fantastischen kämpferischen Leistung verdientermassen den Sieg und schloss damit in der Tabelle zum Mittelfeld auf.
Am kommenden Samstag folgt ein bestimmt nicht einfacher Gang zum Tabellenleader und Aufstiegsaspiranten Baden. Ein echter Härtetest für das Buochser Ensemble. Wir sind gespannt wie weit die neuformierte Truppe sich bis dahin noch besser gefunden haben wird. Hopp Buochs!

Spieltelegramm
SC Buochs – Grasshopper Club Zürich II 3:2 (1:1)
Seefeld – 222 Zuschauer – SR: Qovanaj
Tore: 14. T. Nickel (Eigentor) 0:1, 35. Gjidoda 1:1, 50. Sukacev 1:2, 60. Gjidoda 2:2, 81. Würmli 3:2
Buochs: Epp; Kqira, Guidotti, F. Nickel, T. Nickel; Abaidia (82. Stojanov), Sousa Miranda; Würmli, Lambert, Tanushaj (67. Schumacher); Gjidoda (92. Marku)
GC: Keller; Bozinovic, Kamber (92. Matkovic), Souare, Benbiri; Morandi, Diani; Sukacev, Rustemoski (89. Sahitaj), Goelzer (82. Berglas); Fehr
Bemerkungen: Buochs ohne Bühler, Zimmermann, Kadrija und Di Michelangeli. 23. Lattenschuss Sukacev

Sonntag, 11.08.2019 – Giampi

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