Buochs‘ starke Rückrundenserie geht weiter - Langenthal zittert weiter

Buochs liess in der 1. Halbzeit nichts anbrennen und legte zwei Treffer vor, ehe in der 2. Halbzeit der Fuss vom Gaspedal genommen wurde. Die Nidwaldner siegten schliesslich im Oberaargau mit 2:1

Die Ausgangslage vor dem Auswärtsspiel in Langenthal war für Buochs relativ relaxed. Die Chance auf einen Aufstiegsrundenplatz war minim und nur noch theoretischer Natur, wogegen Langenthal noch voll in den Abstiegskampf verwickelt war. Dementsprechend überraschte es wenig dass die Platzherren sogleich das Spieldiktat übernahmen und bereits in der 3. Minute durch einen Foulfreistoss Wernlis zu einer ersten guten Chance kamen, welche Zizzi jedoch mit einer starken Flugparade entschärfen konnte. Doch dieser Elan hielt irgendwie nicht lange. Bei Langenthal schien die Nervosität spürbar zu werden, und gleichzeitig funktionierten die Buochser Mechanismen kontinuierlich besser. Nach 22 Minuten enteilte Bühler auf dem linken Flügel seinem Gegenspieler und drang in den Strafraum ein, wo Pfister ihn nur noch regelwidrig von den Beinen holen konnte. Den fälligen Strafstoss verwandelte Gjidoda souverän zum 0:1. Die Nidwaldner Gäste blieben am Drücker und kamen zu weiteren Chancen. Abaidia sah seinen platzierten Weitschuss von Torhüter Studer in extremis noch zum Corner entschärft, doch nur wenige Zeigerumdrehungen später erhöhten die Buochser auf 0:2. Ein Angriff diesmal über die rechte Seite mit Haxhimurati, dieser tankte sich in den 16er durch und legte gekonnt für Gjidoda auf. Dieser zögerte nicht lange und schlenzte die Hereingabe herrlich in die weite Ecke, dem Langenthaler Keeper erneut keine Chance lassend. Ein kurzes Zappeln des Heimteams konnte man noch vor der Pause erkennen, als die Gelb-blauen zu einer dreifachen Chance kamen, Gemperle schliesslich jedoch seinen Abschluss von der Querlatte zurückklatschen sah.

Zur zweiten Halbzeit versuchte Trainerfuchs Neuenschwander mit einem Dreifach-Wechsel und taktischen Umstellungen, Buochs aus dem Gleichgewicht zu bringen und gleichzeitig frische Impulse an die eigene Equipe zu geben. Das untenstehende Matchtelegramm zeigt die Formation wie Langenthal in der ersten Halbzeit aufgestellt war. Für die zweiten 45 Minuten sah die Formation der Feldspieler wie folgt aus: Moser (neu), Zimmermann (neu) und Kurmann in der Verteidigung, Scheidegger (neu) als rechter und Mzee als linker Läufer; Schubert und Mezger im defensiven Mittelfeld sowie Wernli (hängend), Gemperle und Cani im Angriff. Kaum ein Mosaiksteinchen das auf dem anderen blieb. Die Kombination aus dem Buochser Ensemble, welches bereits 2 Gänge zurückschraubte und Langenthal das alles auf eine Karte setzen musste führte dazu dass die Platzherren die zweite Spielzeit für sich entscheiden konnten. Mezgers Weitschuss konnte von Zizzi noch pariert werden, der folgende Eckstoss brachte keine Gefahr herauf. Doch in Minute 73 war auch er machtlos. Mzee liess man auf dem linken Halbflügel zu lange gewähren, kein Buochser sah sich veranlasst dessen Absicht zu unterbinden, sodass sich Mzee an der Strafraumgrenze ein Herz fassen und mit einem sehenswerten Weitschuss den Ball nahe am zweiten Pfosten in die Maschen setzen konnte. Langenthal glaubte nun wieder fest an einen möglichen Punktgewinn, stellte sich aber trotzdem zu ungestüm an, um in den verbleibenden gut 20 Minuten (inkl. Nachspielzeit) überlegt zu gefährlichen Torchancen zu gelangen. Hektik auf Langenthaler Seite stellte sich ein, was sich unschön in einigen unnötigen, teils rüden Fouls widerspiegelte. Buochs verlagerte sein Hauptaugenmerk zunehmends auf eine solide Defensive, spielte seinen Part ausgezeichnet und profitierte von der Ineffizienz des Heimteams. So blieb das Resultat schliesslich beim 1:2 Auswärtssieg, den sich Buochs sicherlich in erster Linie durch eine starke erste Halbzeit verdient hat.

Die Hodzic Elf verbleibt auf Rang 4 mit nunmehr nur noch minimaler Chance auf Rang 3, und der Gewissheit, die Aufstiegsrunde sicher nicht erreichen zu können. Rang 4 kann höchstens noch von GC erreicht werden, welches vor der Schlussrunde zwei Punkte Rückstand auf Buochs aufweist. Ungleich spannender präsentiert sich der Kampf um das zweite Abstiegsticket. Langenthal fiel durch die heutige Niederlage zwar auf den zweitletzten Platz zurück, tritt aber in der letzten Runde auswärts beim bereits abgestiegenen BSC Old Boys an. Mit einem Sieg in Basel wäre der Klassenerhalt, trotz der aktuell ungemütlichsten Situation, dennoch gesichert, da sich in einem weiteren Spiel Zofingen und Goldau duellieren, welche nun einen rsp. zwei Punkte Vorsprung auf die Oberaargauer aufweisen. Auch der FC Luzern ist noch nicht ganz aus dem Schneider, müsste aber schon hoch verlieren dass es durch eine äusserst ungünstige Konstellation noch zum Abstieg reicht. Sicher nicht mehr absteigen kann seit heute auch der FC Bassecourt, dies dank eines wichtigen Punktes in Zofingen – trotz einer zwischenzeitlichen 2:0 Führung.

Der SC Buochs beendet die Spielzeit 2018/19 am kommenden Samstag um 16 Uhr zuhause gegen den Gruppensieger und Aufstiegsrundenteilnehmer Black Stars aus Basel. Wäre schön wenn eine stattliche Kulisse die weisse Welle in die Sommerferien verabschieden würde. See you at the Seefeld. Hopp Buochs!

Matchtelegramm:
FC Langenthal – SC Buochs 1:2 (0:2)
Rankmatte – 350 Zuschauer – SR: Gentile
Tore: 23. Gjidoda 0:1 (Pen.), 34. Gjidoda 0:2, 73. Mzee 1:2
Langenthal: Studer; Pfister (46. Scheidegger), Schubert, Kurmann, Mzee; Mezger, Wernli (66. Bisevac); Lässer (46. Zimmermann), Cani, Miletic (46. Moser); Gemperle
Buochs: Zizzi; Kadrija, Guidotti, Diethelm, F. Nickel; Stojanov, Sousa Miranda; Haxhimurati (81. Zimmermann), Abaidia (72. Marquez), Bühler (80. Frank); Gjidoda (89. Gabriel)
Bemerkungen: Buochs ohne T. Nickel (gesperrt), Lambert, Tanushaj (abwesend), Hönger (verletzt). Lattentreffer Gemperle (37.)

Sonntag, 19.05.2019 – Giampi

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