Buochser Siegesserie hält weiter an

Die weisse Welle ist nicht zu stoppen. Mit dem 4:2 Heimsieg gegen Delémont bleibt der SC Buochs im nunmehr 9. Spiel in Serie, Cup und Meisterschaft zusammen, ungeschlagen.

Nach dem erfolgreichen Auftakt in der Cupqualifikation am letzten Samstag hiess es heute auf dem Seefeld wieder "Liga-Alltag". Der heutige Gegner, die Sport Réunis Delémont, kann auf einen weniger erfolgreichen Cupauftakt zurückblicken, hiess das Auswärtsspiel beim Nachbarn Bassecourt doch bereits Endstation für die Jurassier. In der nächsten Saison gibt es somit keinen Schweizer Cup auf der Blancherie, doch in der diesjährigen Austragung steht die Elf von Mario Cantaluppi im Achtelfinal. Dort treffen sie ausgerechnet auf jenen FC St. Gallen, welcher in der denkwürdigen Cupsaison im Viertelfinal Endstation für den SC Buochs bedeutete.

An diesem Prachtssamstag verdeckte keine Wolke den Himmel über dem Seefeld, und bei angenehmen Temperaturen fanden wieder gegen 250 Zuschauer den Weg ins schönste Stadion der westlichen Hemisphäre. Die Buochser Truppe schien von Beginn an so gut gelaunt wie die Sonne zu sein. Bereits nach 9 Minuten tauchte Unternährer nach herrlichem Zusammenspiel im Strafraum solo vor Goalie Havoli auf. Dieser schien seine Juniorenlaufbahn jedoch eher beim örtlichen Ringerclub als bei der SRD verbracht zu haben, und riss unseren Zenter glatt zu Boden. Längere Diskussionen waren unnötig, Schiri Bannwart zeigte sofort auf den weissen Punkt, und Gjidoda verwertete in gekonnter Manier in dem er den Torwart in die falsche Ecke schickte. Die Platzherren blieben dominant und kamen nach einer guten Viertelstunde zu einer weiteren verheissungsvollen Chance. Nach einer gekonnten Seitenverlagerung stand der aufgerückte Bühler plötzlich aussichtsreich im Strafraum, schlug noch einen Haken und kam halbwegs im Fallen noch zum Abschluss, welcher jedoch vom zentralen Verteidigungsblock neutralisiert wurde. Nur wenige Zeigerumdrehungen später machte sich Tanushaj ein erstes Mal bemerkbar. Erst spielte er zentral einen Gegenspieler aus, ehe er von der Strafraumgrenze zu einem Schlenzer ansetzte, der Torwart Havoli zu einer Riesenparade zwang. Der folgende Eckball fand den Weg zu Diethelm, und wenn die Buochser Verteidiger aufrücken, dann brennt des Gegners Hut! Doch diesmal standen die neongelben Verteidiger dicht, Michis Abschluss prallte ab bevor er dem Schlussmann gefährlich werden konnte.

Es war beileibe nicht so dass die Jurassier chancenlos waren, doch die wirklich zwingenden Chancen spielten sie sich in Halbzeit eins nicht heraus. Dagegen fielen sie öfters mit ihrem unnötig harten Einsteigen auf, sodass man sich schon mal fragen konnte ob die Gäste das Spiel wohl noch in Vollbestand zu Ende bringen würden. Soviel vorweg, sie schafften es, mit Ach und Krach, auch weil die Intensität gegen Ende des Spiels spürbar abnahm. Weiss-Blau hingegen blieb seinen Tugenden treu, spielte kompakt als Team auf technisch sehr ansprechenden Niveau und holte sich gute Abschlusschancen heraus. Knappe 10 Minuten vor dem Halbzeitpfiff schaffte es Delémont nicht, den Ball aus der eigenen Gefahrenzone herauszubringen. Der Ball gelangte zu Gjidoda im Strafraum, welcher nicht lange überlegte und mit einem präzisen flachen Diagonalschuss Havoli zum zweiten Mal bezwang. Der Mann aus Zofingen hat derzeit einen beneidenswerten Lauf, traf er doch innert Wochenfrist bereits zum fünften Mal ins gegnerische Tor! Leider musste unsere Sturmspitze Lars Unternährer bereits nach einer guten halben Stunde den Platz nach einem heftigen Rencontre angeschlagen verlassen. Für ihn nahm Michel Da Costa den Platz zuvorderst im Lineup ein.

Der Buochser ex-Trainer Mario Cantaluppi, der seit einigen Wochen an der Seitenlinie der Jurassier steht, nahm in der Pause seinen einzigen Spielerwechsel vor. Sein Stürmer Sudar war einer jener potentiell gefährdeter Akteure welche sich stark vor einer zweiten Verwarnung wappnen mussten. Die zweite Halbzeit war noch nicht alt, als einige Buochser Spieler die Musse fanden, mit dem Linienrichter über ein nicht geahndetes Foul zu diskutieren. Massgebend ist bekanntlicherweise jedoch der Schiedsrichter auf dem Platz, und wenn der nicht pfeift, läuft das Spiel halt weiter. Diese Regel schienen die Jurassier besser zu kennen, und so entwickelte sich nach einem weiten Ball in den Strafraum unerwartet eine Grosschance für gelb-schwarz. Nach einem Querpass stand plötzlich Dionys Stadelmann alleine vor Blättler, doch sein Abschluss aus kürzester Distanz flog zum Glück für die Buochser weit über das Tor hinaus. Nach dieser Szene sollte auch der letzte Buochser Spieler in der zweiten Halbzeit angekommen sein. Die grossartigen Kombinationen in den Strafraum mit Torschuss blieben für eine Weile Mangelware, und so fasste sich Da Costa ein Herz, als er zentral nicht gross angegriffen wurde und aus rund 25m einfach mal draufhielt. Sein Schuss flog dermassen platziert in die tiefe linke Torecke dass er für Havoli unerreichbar blieb und der Einwechselspieler mit diesem sehenswerten Treffer seine Farben auf drei Längen Vorsprung brachte. Die Delsberger schienen nun gebrochen, die Vorentscheidung da zu sein. Doch wie aus dem Nichts stand bei den Gästen plötzlich eine 1 auf der Anzeigetafel. Was war passiert? Eine ungefährlich wirkende Flanke von rechts versuchte Fabian Nickel zu befreien. Er traf den Ball aber dermassen unglücklich dass der Schuss in die falsche Richtung abging und am verduzten Blättler vorbei den Weg ins Tor fand. Päch fürd Schwiiz, nun bloss nicht den Kopf in den Sand stecken, weiter die Entscheidung suchen. Doch dieser Treffer gab den Gästen neuen Mumm, hier vielleicht doch noch unerwartet einen Punkt zu ergattern. Germann schien von Da Costas Tor beeindruckt gewesen zu sein und versuchte es seinerseits in der 71. Minute auch aus rund 25m... und prompt war auch dieser Weitschuss drin! So stand es nur noch 3:2, der ehemals vorentscheidende Drei-Tore-Vorsprung war fast dahin. Musste man um Buochs nochmals zittern? Mitnichten, Freunde! Die weisse Welle zeigte eine schnelle und vernichtende Reaktion. Nur zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer trat Lambert einen Foulfreistoss nahe der seeseitigen Outlinie. Der Ball flog weit an den Rand des 5er Raums, von wo er zurück ins Zentrum spediert wurde, pfannenfertig für den aufgerückten Guidotti. Mit aufgerückten Verteidigern schien Delémont schlicht überfordert zu sein, denn unsere Nummer 5 stand so ziemlich alleingelassen dort und jagte das Spielgerät wuchtig unter die Latte zum 4:2.

Auf diesen Treffer fanden die Gäste kein Rezept mehr. Buochs versuchte mit weiteren Konterattacken durch den frischen und quirligen Kevin Kehrer den Sack endgültig zuzumachen, doch ihnen blieb ein weiterer Torerfolg ebenso verwehrt wie den Gästen, die in der letzten Nachspielminute durch Kalkan noch zu einem Pfostenschuss kamen. Das wars dann aber auch schon. Buochs bleibt nunmehr im neunten Spiel in Serie ungeschlagen und verbleibt auf dem sehr guten dritten Tabellenrang. Am nächsten Samstag folgt das sicher nicht einfache Auswärtsspiel in Baden. Nur ungern erinnern wir uns an die klare 3:0 Schlappe aus der letzten Saison zurück. Zeit es diesmal besser zu machen. Hopp Buochs!

 

Matchtelegramm:

SC Buochs - SR Delémont 4:2 (2:0)

Seefeld - 250 Zuschauer - SR: Bannwart

Tore: 9. Gjidoda 1:0 (Pen.), 36. Gjidoda 2:0, 53. Da Costa 3:0, 63. F. Nickel 3:1 (Eigentor), 71. Germann 3:2, 73. Guidotti 4:2

Buochs: Blättler; Bühler, Guidotti, Diethelm, Trajkovic; F. Nickel, T. Nickel; Gjidoda (79. Kehrer), Lambert, Tanushaj (86. Haldi); Unternährer (32. Da Costa)

Delémont: Havoli; Rossé, Carvalho, Jelassi, Frund; Kalkan, E. Stadelmann, Hulmann; D. Stadelmann; Germann, Sudar (46. Ferreira)

Bemerkungen: Buochs ohne Haxhimurati, Bernasconi, Cicoria (verletzt), Gabriel, Frank, Marquez. Delémont ohne Lovis, Kotlar, Mast, Forte, Suvakci (verletzt), Varsovie (gesperrt). Pfostenschuss Kalkan (93.)

Samstag, 14.10.2017 – Giampi

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