Die Negativserie hält an – nichts zu holen bei GC

Nach der Niederlage im Cup gegen die Super League Equipe der Grasshoppers setzte es in der Meisterschaft gegen die zweite GC Mannschaft mit 5:2 erneut eine Niederlage ab. Nun kommt der Meisterschaftsbreak mit dem Cupspiel bei Kosova

Ein neuerlich enttäuschender Auftritt des Buochser Ensembles. Nach der deftigen Klatsche in Biel sah man gegen Goldau noch eine Reaktion, die in einem verdienten Sieg endete. Danach folgte erneut ein blasser Auftritt in Zofingen, und eine bessere Darbietung gegen Solothurn, die aber trotzdem nicht zu Punkten reichte. Dass es gegen ein formstarkes GC weiteren Punktezuwachs geben würde durfte zwar nicht unbedingt einkalkuliert werden, aber dass man nach gut einer halben Stunde bereits 4:0 zurück lag und somit praktisch kapituliert hatte war auch weit jenseits aller Erwartungen.

Das Schicksal nahm schon früh seinen Lauf. In der 8. Minute versenkte Sukacev einen Foulfreistoss aus rund 20m direkt über die Mauer und an Hönger vorbei zum 1:0. Bereits fünf Minuten darauf schepperte es erneut hinter Hönger, nachdem Puglia herrlich frei gespielt wurde und dieser praktisch ohne Gegenwehr einnetzen konnte. Drei Minuten später bot sich auf der Gegenseite Lambert eine Chance, das Skore zu verkürzen. Tanushaj, der seit dem Biel Match und der Verletzung zu seinem Debüt in der Startaufstellung kam, wurde ausserhalb des Strafraums rüde gefoult. Die ersten Befürchtungen, die Verletzung könnte wieder aufgebrochen sein, bestätigten sich glücklicherweise nicht. Lembis gut getretener Freistoss entschärfte Goalie Saipi jedoch mit einer spektakulären Flugparade. Dafür fiel auf der Gegenseite nur wenige Minuten später der nächste Treffer. Rustemoski presste nach vorne, legte überlegt zum mitgelaufenen Puglia auf, welcher aus 18m wuchtig zum 3:0 einschoss. Und nach gut einer halben Stunde fiel bereits mit dem 4:0 die Vorentscheidung. Sukacev wurde auf dem linken Flügel angespielt, entledigte sich der Reihe nach von Bühler, Guidotti und Kadrija und schloss seinen Erfolgszug schliesslich mit einem Schuss aus knapp 10m ab. Weitere vier Minuten später konnte Haxhimurati eine Hereingabe Tanushajs mit seiner schnellen Reaktion zum 4:1 verwerten und fügte somit der flach flackernden Kerze der Hoffnung nochmals einen Hauch Sauerstoff zu.

Als derselbe Spieler nach fünf Minuten in der 2. Hälfte seine Doublette erzielte, wurde auch die GC Führungsetage auf der Sonnenseite des Campus wieder wach. Ging da nochmals was? Fühlte sich GC zu früh zu sicher? Nicht zwingend. Nach 57 Minuten zimmerte Puglia einen Foulfreistoss hörbar an die Querlatte. Glück für den machtlosen Hönger im Buochser Tor. GC presste aber weiter und kam kurz darauf mittels Weitschuss zur nächsten Grosschance, welche die Buochser nur in höchster Not auf der Linie klären konnten. Praktisch im Gegenzug bot sich Buochs endgültig die Chance, das Spiel nochmals neu zu lancieren. Tanushaj tanzte sich in den Strafraum und wurde dort regelwidrig von den Beinen geholt. Zum fälligen Strafstoss trat Bühler an, doch sein Schuss war zu wenig präzise und wuchtig. Saipi ahnte die richtige Ecke und parierte den Schuss flach in der linken Ecke. Diese vergebene Chance war symptomatisch für das weitere Spiel der Buochser. Anstatt mit dem Anschlusstreffer auf 4:3 zu verkürzen und nochmals Kräfte freizusetzen, wirkte diese vergebene Chance wie ein Nackenschlag. In der 72. Minute setzte Bajrami mit dem 5:2 den Schlusspunkt dieses Spiels. Hönger konnte sich mit der einen und anderen Paraden nochmals bewähren und verhinderte ein noch höheres Debakel.

In der Gesamtbetrachtung dieses Spiels geht GC als absolut verdienter und souveräner Sieger vom Platz. Bei Buochs passte in der ersten halben Stunde praktisch gar nichts zusammen. Die vielgehörte „Solidarität“, ein Modewort des modernen Fussballs, sieht man auf den ersten Blick beim Betrachten des Buochser Spiels nicht. Jeder konzentriert sich auf seine Rolle, geht aber nicht den Extraweg um dem Kameraden auszuhelfen. Diesen Teamspirit sieht man zurzeit bei unseren Gegnern in einem wesentlich ausgeprägterem Masse, was derzeit wohl den Unterschied ausmacht. Bleibt zu hoffen dass diese Solidarität baldmöglichst wieder zurückkehrt, damit auch die Resultate wieder stimmen. Am nächsten Sonntag bietet sich hierzu die nächste wichtige Aufgabe. In Zürich Altstetten tritt man in der 1. Liga Cupqualifikation beim FC Kosova an. Eine Niederlage bedeutet dass in der nächsten Saison kein Cupspektakel mehr auf dem Seefeld stattfinden würde. Die Stadtzürcher Equipe liegt aktuell in der Gruppe 3 im gesicherten Tabellenmittelfeld und gilt für diese Begegnung als Favorit. Aber wenn das Buochser Ensemble sein Können von Anpfiff an konzentriert auf den Rasen bringen kann, kann am Ende etwas (positives) rausschauen. Wir sind gespannt. Hopp Buochs!

 

Matchtelegramm:

Grasshopper Club Zürich II – SC Buochs 5:2 (4:1)

GC/Campus, Niederhasli – 100 Zuschauer – SR: Monnin

Tore: 8. Sukacev 1:0, 13. Puglia 2:0, 23. Puglia 3:0, 32. Sukacev 4:0, 36. Haxhimurati 4:1, 50. Haxhimurati 4:2, 72. Bajrami 5:2

GC: Saipi; Kastrati, Müller, Benbiri, Carlson; Diani; Puglia (66. Aliu), Gjorgjev (55. Stevic), Bajrami (76. Nyangi), Sukacev (58. Fehr); Rustemoski

Buochs: Hönger; Bühler (83. Gabriel), Guidotti, Kadrija, Trajkovic; Diethelm, Sousa; Gjidoda (25. F. Nickel), Lambert (46. Stojanov), Tanushaj (65. Da Costa); Haxhimurati

Bemerkungen: Buochs ohne T. Nickel, Zimmermann, Frank, Marquez, Binaku, Schnarwiler (alle verletzt). GC ohne Hunn. Lattentreffer Puglia (57.), Bühler verschiesst Elfmeter (60.)
 

Montag, 01.10.2018 – Giampi

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