Die Wellenfahrt geht weiter

Auf einen Sieg folgt eine Niederlage, das scheint derzeit bei Buochs die einzige Konstante zu sein. Auch bei Zofingen setzte es mit 0:3 eine resultatmässig klare Niederlage ab, obwohl der Gegner nicht unbedingt übermächtig war

Die Rahmenbedingungen waren einerseits gut – das Wetter spielte hervorragend mit, sonnig und warm – andererseits suboptimal. Beim SCB fehlten wiederum einige Spieler verletzungs- und abwesenheitsbedingt. Und selbst die Spieler auf dem Feld waren nicht allesamt im Vollbesitz ihrer Kräfte. So spielte Michi Diethelm seit der Fingerverletzung die er sich gegen Goldau geholt hat mit zusammengebundenen Fingern und unter Schmerzen. Angenehm kann das nicht sein.

Das Spiel war über weite Strecken ganz passabel. Es bot ein gewisses Tempo von beiden Teams. Allerdings zeigte Buochs wie so oft in letzter Zeit eine gewisse mangelhafte Passpräzision, je näher man vor das gegnerische Tor kam. Erschreckend schwach waren auch die Zweikämpfe in der zweiten Etage. Praktisch jedes Kopfballduell ging zu Gunsten der Zofinger aus.

In der ersten halben Stunde konnte man auf Buochser Seite gerade mal einen halbwegs gefährlichen Kopfball aufs Tor sowie einen Weitschuss Gjidodas verzeichnen, wogegen Zofingen gegen Ende der ersten Halbzeit mehr und mehr zu Torchancen kam, welche auch zunehmend gefährlicher wurden. Und kurz bevor es zum Pausentee ging, reichte eine kleine Unachtsamkeit aus um das Heimteam in Führung zu bringen. Nach einem Ballverlust in der Zofinger Platzhälfte wurde ein weiter Ball auf Scioscia geschlagen, der knapp der Abseitsstellung Diethelms und Guidottis entkam und solo auf Hönger zusteuerte. In abgebrühter Manier verstand er es, Hönger zu düpieren und seine Farben in Führung zu bringen.

Auch in Halbzeit zwei änderte sich nicht viel am Spielgeschehen. Buochs spielte optisch passabel mit, konnte flach Zweikämpfe gewinnen, gefiel mit schnellen Passkombinationen, ehe meist ein unmotivierter Pass ohne Konzentration in die Füsse des Gegners gespielt wurde. Die grössten Chancen auf Buochser Seite konnten so nur durch Standardsituationen erzeugt werden. Aus dem Spiel heraus brachte Buochs zuwenig Power vors Tor, kreierte kaum Gefahr für Vodola. Und wenn es mal nicht läuft, und der Gegner an seine Chance glaubt, dann kommt es selten gut. Noch keine Stunde war gespielt, als ein weiteres Kopfballduell irgendwo im Niemandsland, gut 20m vor Höngers Kasten, für Buochs verloren ging. Brzina fasste sich sogleich ein Herz und knallte den Ball aus grosser Distanz Richtung Tor, und überlistete Hönger zum 2:0. Es dauerte nochmals rund eine Viertelstunde, ehe Zofingen endgültig den Sack zumachte. Ein erneuter Ballverlust in der Zofinger Platzhälfte, ein schneller Gegenstoss über den linken Flügel, der mit einem eher harmlosen Torschuss endete. Hönger stand nicht schlecht, parierte diesen Flachschuss noch, legte den Ball damit aber direkt Brzina vor die Füsse, welcher ohne grosse Anstrengung zum 3:0 einschiessen konnte. Damit war der Widerstand der Buochser endgültig gebrochen. Zofingen stand dem 4:0 gar noch näher, mit viel Fortune prallte ein Distanzschuss Hodzics von der Lattenunterkante vor die Torlinie und wieder aufs Feld zurück. Das 4:0 wäre aber erneut ein zu klares Resultat gewesen.

Doch auch das 3:0 spricht schon Bände. Buochs scheint technisch zu schnell den Schritt zum schnellen Kombinationsspiel machen zu wollen. Dadurch schleicht sich eine fatale Ungenauigkeit ein, welche eigene Torchancen auf ein Minimum reduziert, und dem Gegner stets wieder zu Ballrückeroberungen verhilft. Sobald dereinst diese Kombinationen mit mehr Selbstsicherheit ausgeführt werden, dürften sich die Buochser Fans auf wirklich spektakulären Fussball freuen. Aber erstmal freuen wir uns auf das nächste Spiel, das Heimspiel gegen den letztjährigen Klassenprimus Solothurn, welcher nur um ein Haar zu Gunsten Münsingens den Aufstieg verpasste. Hopp Buochs!

 

Matchtelegramm:

SC Zofingen – SC Buochs 3:0 (1:0)

Trinermatten – 205 Zuschauer – SR: Drmic

Tore: 45. Scioscia 1:0, 58. Brzina 2:0, 74. Brzina 3:0

Zofingen: Vodola; Weber, Hodzic, Lukic; Schwegler (78. Selmanaj), Ajil, Scioscia, Sieber; Noordijk (64. Fernandes), Valovcan, Brzina (88. Planzer)

Buochs: Hönger; Bühler, Diethelm, Guidotti, Trajkovik (86. Gabriel); Sousa Miranda, Stojanov (71. Kadrija); Gjidoda, Lambert, Binaku (51. Haxhimurati); Da Costa (62. Marquez)

Bemerkungen: Buochs ohne Tobias und Fabian Nickel, Frank, Zimmermann (abwesend), Tanushaj (verletzt). Zofingen ohne Rakovan (gesperrt). Lattentreffer Hodzic (78.)

 

 

Sonntag, 16.09.2018 – Giampi

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