Fighting Spirit sichert Buochs drei Punkte gegen GC

Der SC Buochs lag 1:2 zurück, konnte dann die letzten 15 Minuten in Überzahl spielen und schafften es tatsächlich noch, das Spiel komplett zu ihren Gunsten zu drehen und 3:2 gewinnen.

Die sommerlich warmen Temperaturen vom letzten Osterwochenende scheinen weit weg zu sein. Am heutigen Samstag Nachmittag empfing kühles Wetter die beiden Teams auf dem Seefeld, und während des Spiels wurde es auch noch garstig nass. Wetter zum davonlaufen, doch die 200 Zuschauer waren gekommen um zu bleiben. Spiele gegen den Grasshopper Club endeten in der jüngsten Vergangenheit meist torreich!
Die Teams schienen das Spiel mit angezogener Bremse zu beginnen, keiner wollte den ersten Fehler machen um dem Gegner den ersten Torschuss zu ermöglichen. So wogte das Spiel lange etwas zwischen den beiden Strafräumen hin und her, ohne dass klare Torchancen kreiert werden konnten. Es bedurfte schon eines groben Abspielfehlers Saipis, um erstmals den Puls der Zuschauer auf über 100 zu treiben. Saipis "Befreiung" landete direkt in den Füssen Gjidodas, der auf den Torhüter loszog und sofort den Abschluss suchte. Der Ball kullerte zwar unter dem Körper des Tormanns hindurch, konnte von diesem aber gleich dahinter gebändigt werden. Doch nun war endlich etwas mehr Rasse im Spiel. Wenige Minuten später zog Haxhimurati auf dem rechten Flügel los, und seine scharfe Hereingabe konnte Gjidoda hauchdünn vor Tormann Saipi mit dem Fuss berühren und ins Tor zur 1:0 Führung ablenken.
Auch nach der Pause gehörte die erste Chance den Platzherren, welche durch Lambert fast zum 2:0 führte. Eventuell wäre ein Querpass oder ein ideal gechipter Lop über den bereits praktisch am Boden liegenden Saipi die erfolgsversprechendere Wahl gewesen. Lembi zog es aber vor, konventionell den Abschluss zu suchen, und scheiterte mit seinem Schuss am Hopper Goalie. Doch auch Patrick Schnarwiler schien seinen Mannen in der Pause die richtigen Worte mitgegeben zu haben, um das Team wieder wachzurütteln und sich nicht bereits geschlagen zu geben. Nur zwei Minuten nach Lamberts Chance tauchten die in schwarz getünchten Hoppers am Strafraum auf. Ein Ball auf den links mitgelaufenen Rustemoski verpassten alle Buochser Verteidiger, sodass dieser gleich zum Abschluss kommen konnte und Zizzi im Tor der Buochser keine Chance liess. Ausgleich, das Spiel war neu lanciert. Und nachdem in der ersten Halbzeit dem Hopper Goalie ein Lapsus unterlief, war es in Halbzeit zwei dem Buochser Goalie vergönnt, den Gegner zum nächsten Tor einzuladen. Fehr luchste nach Zizzis Aussetzer diesem den Ball ab, umkurvte ihn und hätte bereits das leere Tor schräg vor sich gehabt. Seinen Abschluss brachte er jedoch nicht kontrolliert an Zizzi vorbei, der Ball wurde zur Mitte abgelenkt wo allerdings mit Casciato wiederum ein Hopper schneller bereit war um von der Situation zu profitieren, und so hiess es plötzlich 1:2 aus Buochser Sicht. Es schien als ob den Buochsern kein Rezept mehr einfiele, um das Blatt nochmals wenden zu können. Erst als sich Ramadani eine Viertelstunde vor Schluss ein zweites Foul erlaubte, welches seine zweite persönliche Verwarnung und somit den Platzverweis zur Folge hatte, rochen die Buochser wieder Lunte. Nur vier Minuten nach dem Feldverweis erarbeiteten sie sich einen Corner, der weit durch den Strafraum geschlagen wurde und den Turm Haxhimurati fand. Kein Hopper stand nahe genug um Luan zu behindern, Verteidiger und Goalie standen wie angewurzelt da und sahen Luan's wuchtigen Kopfball sich langsam aber bestimmt neben dem Pfosten ins Netz senken. Erneuter Ausgleich, und noch waren über 10 Minuten zu spielen gegen ein dezimiertes GC. Ging da noch was? Und ob! Drei Minuten vor Schluss schien die ganze Buochser Mannschaft das Spiel und damit den Ball in den gegnerischen Strafraum und ins Tor drücken zu wollen. Diverse Abschlussversuche scheiterten an der vielbeinigen Abwehr, ehe sich Fabian Nickel ein Herz fasste und den Ball irgendwie durch den stark bevölkerten Strafraum hindurch ins Tor jagte. Grenzenloser Jubel brandete auf der Tribüne los, die Spieler schlidderten auf den Knien auf dem nassen Terrain gen Cornerfahne und feierten ihren Siegtorschützen, denn in der Folge änderte sich am Resultat nichts mehr.
Dank einer tollen Moral, sicherlich auch leicht durch das Überzahlspiel begünstigt, aber zweifelsfrei auch dank eisernem Kampfeswillen, dieses Spiel nicht verlieren zu wollen, wendete die weisse Welle auf dem nassen Seefeld den Rückstand in der Schlussviertelstunde noch in einen Sieg. Gut für die Moral, und sehr zur Freude der angereisten Fans.
Am nächsten Samstag reist der SCB zum Zentralschweizer Derby und zum unmittelbaren Tabellennachbarn nach Zug. Hoffentlich sind auch wieder zahlreiche Buochser Fans mit von der Partie. Hopp Buochs!

Matchtelegramm:
SC Buochs - Grasshopper Club Zürich II 3:2 (1:0)
Seefeld - 200 Zuschauer - SR: Risi
Tore: 43. Gjidoda 1:0, 49. Rustemoski 1:1, 65. Casciato 1:2, 79. Haxhimurati 2:2, 87. F. Nickel 3:2
Buochs: Zizzi; Gabriel (73. Bühler), Kadrija, Guidotti, F. Nickel; Sousa Miranda, Stojanov (75. Abaidia); Haxhimurati, Lambert, Tanushaj (90. Diethelm); Gjidoda (88. Marquez)
GC: Saipi; Dickenmann, Ostrowski, Souare (52. Benbiri), Carlson; Müller, Ramadani; Fehr (81. Mijatovic), Rustemoski, Cabral; Casciato (67. Aliu)
Bemerkungen: Buochs ohne T. Nickel, Trajkovik und Frank (alle verletzt). Platzverweis Ramadani (75., Foul, gelb-rot)

Sonntag, 28.04.2019 – Giampi

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