Glaube an einen Punktgewinn belohnt

Im Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Langenthal wurde der SC Buochs spät aber verdient für den aufopferungsvollen Kampf mit einem Punkt belohnt. Die beiden Teams trennten sich 2:2 unentschieden

Zum heutigen Spiel lud der SC Buochs die amtierende U23 Mountainbike Weltmeisterin sowie Schweizer Meisterin Alessandra Keller aufs Seefeld. Neben einer Autogrammrunde durfte sie noch zum Promi-Anstoss antreten. Ob sie dadurch etwas von ihrem Fighting Spirit auf die Buochser Akteure übertragen konnte?

Buochs legte jedenfalls einen vielversprechenden Start hin und kam bereits nach 3 Minuten zu einer nennenswerten Chance. Beiden Teams war jedoch klar, wo sie sich in der Tabelle befanden, und so entwickelte sich ein Spiel in welchem beide Teams ihr Hauptaugenmerk auf die Defensive legten. Was folgte war ein ausgewogenes Spiel welches die beiden Torhüter nicht gross auf Trab hielt. Als nach 32 Minuten Gjidoda mit einem Schuss Goalie Studer prüfte, wusste dieser den Ball nur nach vorne abzuwehren, und der Bomber der letzten Saison reagierte am schnellsten, hechtete dem Ball entgegen und düpierte Studer mit einem kleinen Lop zum 1:0. Für die Freunde der Statistik: dies war übrigens seit dem Heimspiel gegen Goldau Anfang September das erste Tor welches nicht das Label Haxhimurati trug!
Danach schien Buochs das Resultat bis zur Pause gut verwalten zu können, ehe eine Minute vor dem Abpfiff ein Weitschuss von Gemperle noch derart abgelenkt wurde, dass er Hönger auf dem falschen Fuss erwischte und der Ball für ihn unhaltbar im Tor landete. Zumindest der Verdacht dass sich Gemperle und sein Sturmpartner in dieser Situation im Abseits befanden blieb an dieser Szene haften, doch wenn der Linienrichter die Fahne unten hält, ist es eben keines.

Langenthal schien in der Pause den frischeren Tee erwischt zu haben, denn mit der ersten grossen Aktion in Halbzeit zwei schien die Führung der Gäste zu fallen. Ein Angriff bis in den Strafraum konnte von keinem Buochser unterbunden werden, der Querpass zur Mitte erreichte ebenfalls ungehindert einen Mitspieler der sogleich zum Torschuss ansetzte. Hönger konnte dieser zwar bezwingen, jedoch nicht den hinter ihm stehenden Winkelried namens Diethelm, der für den geschlagenen Hönger wenige Meter vor der Torlinie klären konnte. Buochs hielt jedoch dagegen und kam mit Sousa Miranda und Gjidoda zu weiteren guten Aktionen, ohne jedoch Zählbares herauszuholen. Ein ungeschickt verschuldeter Freistoss rund 18m vor Höngers Tor brachte dann doch noch die Führung für die Oberaargauer Gäste. Wernli legte sich den Ball zurecht und zirkelte diesen – man muss es zugeben – wunderschön über die Buochser Mauer in die linke obere Torecke. Hönger blieb einmal mehr nur das Nachsehen; 1:2 für die Gäste. Der fighting spirit schien aber trotzdem bei den Platzherren angekommen zu sein, denn man merkte wie sie sich nicht (schon wieder) zuhause geschlagen geben wollten. Ein gut geschlagener weiter Ball fand Trajkovic auf dem linken Flügel, dessen Hereingabe fand Haxhimurati, welcher jedoch am Rande der Legalität am Abschluss gehindert wurde und so aus dieser Chance nichts herausholen konnte. Kurz darauf vollzog Trainer Hodzic seinen dritten Wechsel. Lambert, der bis am Freitag noch berufsbedingt im Ausland weilte, ersetzte Stojanov. Und wie es der Klassiker der Dramaturgie für gewöhnlich vorsieht, war es eben dieser Lambert welchem in der 88. Minute das entscheidende Zuspiel gelang. Die Langenthaler hatten sich bereits auf das Halten des knappen Sieges eingestellt. Ein Buochser Angriff über die rechte Seite, die Gäste brachten den Ball nicht mehr aus der Gefahrenzone, Lambert legte am Strafraum für Haxhimurati auf, und der Bomber dieser Saison jagte das Leder aus kurzer Distanz zum vielbejubelten Ausgleich ins Netz. Und wenn es das Schicksal noch besonders gut gemeint hätte, dann wäre Buochs am Ende gar noch als Sieger vom Platz gegangen. In der Nachspielzeit konnte Tanushaj auf halb-links freigespielt werden, doch anstelle eines direkten Schusses setzte unser Filigrantechniker noch zu einem Haken an, der in allerdings in eine ungünstigere Position brachte, von wo aus sein Abschluss von Tormann Studer noch entscheidend geblockt werden konnte.

So endete das Spiel mit einem letztlich gerechten Unentschieden. Klar spielte Buochs zuhause gegen einen direkten Konkurrenten, klar ging man 1:0 in Führung, und klar hatte man ganz am Schluss noch die Chance auf den Sieg. Doch Langenthal zeigte ebenfalls, dass das Team eine gewisse Stärke besitzt. Deren Angriffe wurden schnörkelloser und schneller vorgetragen, einzig in der Präzision liessen sie oft die Kaltschnäuzigkeit vermissen. Der Einsatz der Buochser gefiel besonders in der Schlussphase, als man merkte wie sich die Mannschaft gegen die drohende Niederlage erfolgreich stemmen konnte. So darf es weiter gehen, wenngleich das nächste Spiel ungleich schwerer werden dürfte. Am nächsten Samstag gastieren die Buochser nämlich in Basel beim Leader Black Stars. Die Erwartungen sollten wohl nicht allzu hoch gelegt werden, aber eine Überraschung nehmen wir immer gerne entgegen ;) Hopp Buochs!

 

Matchtelegramm:

SC Buochs – FC Langenthal 2:2 (1:1)

Seefeld – 150 Zuschauer - SR: Huwiler

Tore: 33. Gjidoda 1:0, 44. Gemperle 1:1, 75. Wernli 1:2, 88. Haxhimurati 2:2

Buochs: Hönger; F. Nickel, Diethelm (81. Marquez), Guidotti, Trajkovic; Stojanov (86. Lambert), Sousa Miranda; Haxhimurati, Tanushaj, Bühler (69. Binaku); Gjidoda

Langenthal: Studer; Scheidegger, Zimmermann, Kurmann, Mzee; Cuinjinca (76. Kisa), Wernli, Schubert, Selmani (46. Moser); Gemperle, Bisevac (89. Hein)

Bemerkungen: Buochs ohne T. Nickel, Zimmermann, Frank (alle verletzt), Langenthal ohne Fraga, Foster, Jasari, Schäfer, Pfister, Baskar

Sonntag, 28.10.2018 – Giampi

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