Nächster Taucher – knappe Niederlage gegen Delémont

Der SC Buochs verliert zum dritten Mal in Folge mit 2:3 und muss sich vorerst in der Tabelle nach hinten orientieren

Ein Blick auf die bisherigen fünf Meisterschaftsspiele des SC Buochs lässt – mit Ausnahme des Wohlen Spiels – eines erkennen: der SC Buochs scheint chronisch Mühe zu bekunden, die Startphase nicht in den Sand zu setzen. Ausser in Wohlen musste stets in der Startviertelstunde ein Gegentreffer kassiert werden; entweder durch den Gegner selber, oder notfalls mit einem Eigentor. Konnte dieser wenig schmeichelhafte Trend gegen Delémont gebrochen werden?

Jein. Die erste Viertelstunde konnte man tatsächlich unbeschadet überstehen. Doch sollte dies Grund genug gewesen sein, einmal kurz tief durchzuatmen, war es bestimmt der falsche Augenblick, denn bereits in der 16. Minute fiel dieses chronische Gegentor. Einen Weitschuss Budimirs wehrte Sousa Miranda im eigenen Strafraum mit dem Arm ab, den fälligen Strafstoss verwandelte Camara humorlos aber sicher zum 0:1. Buochs, wie meist, nach dem Gegentreffer erstmal wachgerüttelt, kam nur Minuten später seinerseits zu einer guten Torchance. Der aufgerückte Tobi Nickel schlenzte von der linken Strafraumecke den Ball an Goalie Fankhauser…aber auch am zweiten Pfosten vorbei ins Aus. Die Gäste aus dem Jura blieben in der Folge tonangebend und kreierten in einem mässigen Spiel mehr Torchancen als die Platzherren. Ihr Aufbauspiel war schnörkelloser, präziser und schneller. Dennoch blieben die meisten ihrer Torszenen harmlos. Es bedurfte wiederum der Mithilfe der Buochser, ehe die Jurassier zum zweiten Mal jubeln konnten. Ein weiter Abschlag Fankhausers erwischte die Buochser Verteidigung auf dem falschen Fuss, Camara bediente seinen Sturmpartner Stadelmann (KEIN Entlebucher) der unbedrängt in den Strafraum eindringen konnte und den Ball mit einem Heber über Epp Richtung leeres Tor spedierte. Der Abschluss war jedoch nicht stark genug geschossen, sodass Fäbu Nickel den Ball noch vor der Torlinie stoppen konnte. Allerdings nur stoppen und nicht befreien. Der mitgelaufene Camara reagierte gedankenschnell und drosch das Leder aus kürzester Distanz zum 0:2 in die Maschen. Wieder ein Nackenschlag für die Buochser. Dass die Platzherren aber nicht gänzlich demoralisiert in die Kabinen gingen verdankten sie einer gelungenen Kombination. Di Michelangeli setzte sich auf der rechten Seite durch und lancierte Abaidia ideal, welcher in den Strafraum eindrang, den letzten Verteidiger gekonnt umspielte und den Ball sec in der nahen Ecke zum 1:2 versorgte.

Das Gebotene der eigenen Mannschaft vermochte Coach Heitzmann verständlicherweise nicht gänzlich zu begeistern, sodass er zur zweiten Halbzeit ein paar Rochaden befehligte. So rückte Lambert, welcher in der ersten Hälfte als Sturmspitze etwas verloren wirkte, auf den linken Flügel und überliess die Sturmspitze Leo Würmli. Abaidia wurde auf den rechten Flügel verschoben und Di Michelangeli etwas defensiver aufgestellt. Diese Rochaden bewirkten in der Tat etwas. Buochs kam stark, determiniert und angriffig aus den Katakomben und vermochte Delémont weit in die eigene Platzhälfte zurückzudrängen. Die Gäste erarbeiteten sich nur noch sporadisch Chancen, welche Epp mit teilweise brillianten Paraden zunichte machte. Buochs hatte zwar mehr vom Spiel, doch mit zunehmender Spieldauer schien man sich der Methode Brechstange zuzuwenden. Die Delsberger sehnten so langsam den Schlusspfiff herbei, denn Buochs rollte Mal um Mal Angriffswellen auf das jurassische Tor, ohne jedoch zu reüssieren. Und wie es vielfach halt geschieht, wenn man sie vorne nicht macht… enteilt der Gast, schlägt von rechts durch Dionys Stadelmann eine Flanke vors Tor wo der eingewechselte Currenti zuwenig effizient gedeckt wurde und aus naher Distanz zum 1:3 einnicken konnte. Den Gästen fiel ein Unspunnenstein vom Herzen (der übrigens immer noch als verschollen gilt), denn nun lag der Sieg auf dem Silbertablett. Doch keine zwei Minuten später fing das Zittern wieder an. Ein Buochser Foulfreistoss kam hoch und seitlich in den Strafraum, wo Guidotti ideal stand und per Kopf über Fankhauser hinweg zum 2:3 traf. Noch waren ein paar wenige Minuten zu spielen, und die Zuschauer schauten gebannt auf was noch kommen möge. Delémont verteidigte mit Mann und Maus, Buochs kam durch Gabriel und Marku nochmals zu zwei aussichtsreichen Chancen, welche jedoch beide vertan wurden, sodass Delémont schliesslich knapp aber dank der Leistung in der ersten Halbzeit nicht ganz unverdient zum Sieg kam. Buochs fand einmal mehr erst in den Schlussminuten den nötigen Pfupf und die Willensleistung, den Gegner zu dominieren und die individuellen Stärken richtig ausspielen zu können. Weshalb dies jeweils in den 85 Minuten zuvor, und insbesondere in der Startphase nicht richtig klappen will, bleibt vielen ein Rätsel. Fakt ist dass nunmehr aus sechs Spielen fünfmal ein 3:2 resultierte; zweimal für- und dreimal gegen uns. Durch die dritte Niederlage in Folge fällt der SC Buochs auf den 11. Rang zurück und muss sich vorderhand mal darauf fokussieren, bald wieder von den ungemütlichen hinteren Rängen wegzukommen.
Am nächsten Samstag bietet sich die nächste Gelegenheit beim Auswärtsspiel in Luzern. Das Derby gegen die zweite Mannschaft des FCL ist ein veritables Kellerduell, befindet sich der FCL aktuell gar unter dem Strich auf dem zweitletzten Platz. Sollte Buochs auf der Allmend ein dritter Treffer gelingen, stehen vielleicht die Chancen nicht schlecht, ein Spiel wieder mal mit 3:2 zu gewinnen. Hopp Buochs!

Spieltelegramm:

SC Buochs - SR Delémont 2:3 (1:2)

Seefeld - 160 Zuschauer - SR: Borra

Tore: 16. Camara (Foulpen.) 0:1, 39. Camara 0:2, 45. Abaidia 1:2, 90. Currenti 1:3, 92. Guidotti 2:3

Buochs: Epp; Kqira (72. Gabriel), Guidotti, F. Nickel, T. Nickel (85. Niederberger); Stojanov (67. Marku), Sousa Miranda; Würmli, Abaidia, Di Michelangeli (77. Schumacher); Lambert

Delémont: Fankhauser; Rossé, Enderlin (87. Hulmann), Lovis; Forte, Budimir; Villemin (83. Jérémy Ducommun), Nathan Ducommun (89. Mulaj), Benhaddouche (64. Currenti); Camara, Dionys Stadelmann

Bemerkungen: Buochs ohne Barmettler, Trajkovik, Bühler, Gjidoda, Tanushaj (alle verletzt), Frank (krank), Zimmermann (Ausland) und Kadrija (Militär), Delémont ohne Kilezi, Zola und Evan Stadelmann (alle verletzt)

Sonntag, 08.09.2019 – Giampi

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