Nichts zu holen in Baden, oder: in Baden baden gegangen

Nach dem spektakulären Sieg gegen den Leader wurde dem Spiel gegen den Vizeleader gespannt entgegen geschaut. Doch nach einem guten Start war auf der Badener Esp bald nichts mehr zu holen. Mit der 3:0 Niederlage war Buochs gar noch gut bedient

Ein vorsommerlich warmer Samstagnachmittag vermochte 420 Zuschauer auf die Badener Esp zu locken. Mit gesteigertem Selbstvertrauen nach dem Sieg gegen Leader Luzern erschien die Buochser Truppe auf dem Kunstrasen des Vizeleaders, und vermochte zu Beginn des Spiels noch mitzuhalten und ein paar Akzente zu setzen. Ein Weitschuss Fabian Nickels aus gut 20m touchierte bloss das Netzdach, und wenig später köpfte Schrecker einen Corner an den Pfosten. Doch dann war es bald vorbei mit der Buochser Herrlichkeit, und Baden dominierte das Spiel von B bis Z. Coach Andreoli sah sich ähnlich wie im Auswärtsspiel in Zug früh zu einer Auswechslung gezwungen. Käch musste verletzt vom Platz, der eingewechselte Knezevic übernahm die Position Diethelms in der Innenverteidigung, und letzterer übernahm Kächs Position im defensiven Mittelfeld. Ob es alleine an dieser Umstellung lag steht auf einem anderen Blatt, doch Fakt ist dass die Abstimmung in der Verteidigung, die Deckung der Gegenspieler sowie die Organisation der Abseitsfalle von da an komplett abhanden kam. Mal um Mal düpierte das Badener Angriffsbollwerk um Topskorer Bijelic die Buochser Defensive, und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit ehe die gefährlichen Angriffe zu einem Torerfolg führen mussten. Bijelic's seitlicher Fallzieher nach einer Viertelstunde flog noch knapp am Tor vorbei, doch 10 Minuten später tauchten die Roten bereits zu zweit alleine vor Blättler auf. Bijelics Flanke ins Zentrum fand den völlig freistehenden Toni (mit Nachnamen), welcher Blättler mit seinem platzierten Kopfball keine Chance liess und die Führung markierte. Nur fünf Minuten später erklang die Badener Torjingle erneut. Erneut wurde Bijelic am Rande des Abseits weit lanciert, kein Buochser vermochte ihm zu folgen, sein überlegter Querpass auf den zentral mitgelaufenen Cardiello setzte Blättler ausser Gefecht, und der Badener Flügelläufer brauchte nur noch ins leere Tor einzuschieben. Nur zwei Minuten darauf tauchte derselbe Torschütze erneut vor Blättler auf, doch diesmal konnte der beste Buochser mit einer sauberen Parade schlimmeres verhindern. Dann endlich wieder ein Lebenszeichen der Gäste. Ein Freistoss in den Strafraum fand den grossgewachsenen Schilling, dessen Kopfball jedoch knapp neben das Gehäuse flog. Ein letzter kleiner Aufreger vor der Pause war noch die Szene, in welcher Diethelm mit knapp legalen Mitteln im gegnerischen Strafraum zurückgehalten wurde. Über einen Penaltypfiff hätte sich Baden nicht gross beklagen dürfen; einzig dieser blieb aus.

War die erste Halbzeit aus Buochser Sicht nach einem guten Start noch leicht enttäuschend, so musste das Fazit nach der zweiten leider weiter nach unten korrigiert werden. Buochser Chancen waren eine Seltenheit wie Schnee auf dem heimischen Seefeld im Juni. Den grössten Aufreger bot noch ein Flankenschuss Lamberts von der rechten Outlinie, der schliesslich zu einem Torschuss verkam, den Goalie Mujovik mit etwas Mühe zum Corner entschärfte. Ansonsten genoss die nominelle Nummer 2 im Badener Tor einen eher ruhigen Abend. Auf der gegenüberliegenden Seite war dafür Blättler ein vielbeschäftigter Mann, und seine Chancentilgungsquote war beachtlich hoch! Teilweise unterstützten ihn aber auch die Badener Stürmer, welche beste Abschlusschancen reihenweise vergeigten. Einmal noch erschallte Torjubel im Esp, als Toni auf der rechten Seite das Abseits umging, ins Zentrum flankte und Bijelic nach zwei Vorlagen endlich selber traf. Sein Torkonto erhöhte er damit auf stattliche 19 Saisontreffer (laut SFV Statistik), was aktuell ein Bestwert darstellt. Tore fielen keine mehr, auch dank teils kläglicher Abschlussversuche Badens, bei welchen der Ball im entscheidenden Moment nicht richtig getroffen, oder das leer stehende Tor verfehlt wurde. Die letzte Grosschance ereignete sich wenig überraschend nochmals auf Badener Seite, als Ladner herrlich lanciert wurde und dieser schnell erkannte dass Blättler etwas weit vor dem Tor stand. Sein sauberer Lopball klatschte jedoch mit viel Pech nur an den Pfosten.
Für die Klamaukszene des Tages bot sich in der 81. Minute das Schiedsrichtergespann an (der Assistent auf der Waldseite wird freigesprochen). Als der eingewechselte Stump nach kurzer Pflege an der Mittellinie pflichtbewusst bereit stand und nach Einlass bat, gab der Schiri-Assistent ein Zeichen das als "ok, kannst rein" interpretiert werden konnte. Kaum auf dem Feld unterbrach Schiri Turkes das Spiel und erklärte Stump die Hierarchie, und dass nur er die Spieler auf das Feld zurückkommen lasse und sonst überhaupt niemand. Der Assistent winkte leicht verdattert ab und machte sich vom Acker, während der bemitleidenswerte Stump eine unverständliche Verwarnung kassierte. Oder war es am Ende doch nur ein schlechter Aprilscherz?

Die Buochser müssen dieses Spiel nun so schnell wie möglich verarbeiten und sich auf die kommende Aufgabe vorbereiten. Als die heisst: HEimspiel gegen Wangen bei Olten am nächsten Samstag, 8. April 2017. Hopp Buochs!

 

Matchtelegramm:

FC Baden - SC Buochs 3:0 (2:0)

Esp - 420 Zuschauer - SR: Turkes

Tore: 25. Toni 1:0, 30. Cardiello 2:0, 53. Bijelic 3:0

Baden: Mujovik; Weilenmann, Matovic, Laski, Samson; Weber, Schär (71. Franek); Cardiello (75. Stump), Ladner, Toni (58. Dzelili); Bijelic

Buochs: Blättler; F. Nickel, Diethelm, Schrecker, T. Nickel; Käch (16. Knezevic); Malbasic (75. Tanushaj), Schilling, Haldi; Lambert; Bucheli

Bemerkungen: Buochs ohne Cicoria, Frank (verletzt), Haxhimurati. Pfostenkopfball Schrecker (9.), Pfostenschuss Ladner (91.)

Samstag, 01.04.2017 – Giampi

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