Nur ein Punkt - immerhin einen Punkt im Jura

Nach dem verschobenen Auftakt von letzter Woche begann die Frühjahrsrunde nun auswärts in Bassecourt. Das Buochser Spiel wirkte aber noch nicht so frisch und agil, und so resultierte schliesslich ein 1:1 Remis 

Nun ist also der Startschuss für die Frühjahrsrunde doch gefallen. Vor einer Woche, als der planmässige Auftakt gegen Solothurn auf dem Programm stand, lag noch zuviel Schnee auf dem Seefeld, um an Fussball zu denken. Doch diesen Samstag in Bassecourt lachte die Sonne bei bereits zweistelligen Plusgraden. Das Comeback des Fussballs ist Tatsache!

Beim SC Buochs gab es in der Winterpause mengenmässig nur geringfügige Personalwechsel. So ersetzt Aaron Hönger (FC Schötz) Luca Bernasconi auf der Torhüterposition, und David Schuler (zum FC Hergiswil) sowie Giampietro Cicoria (Karrierenende) haben den Verein verlassen. Aaron Hönger heissen wir herzlich willkommen auf dem Seefeld. Den Spielern die  den Verein verlassen haben danken wir für ihren Einsatz in den Farben des SC Buochs. Insbesondere Dave Schuler, war er doch eine tragende Stütze der legendären Cupmannschaft welche Geschichte schrieb und den Viertelfinal im Schweizer Cup erreichte. 

Das Spiel im jurassischen Bassecourt handeln wir kurz ab. Das erste Pflichtspiel nach der langen Winterpause. Trotz diverser Testspiele schien die Buochser Maschinerie nicht so recht in die Gänge kommen zu wollen. Die erste Halbzeit war diesbezüglich ein laues Lüftchen. Buochs fand praktisch nicht statt. Ein paar wenige scheue Angriffsversuche zum Spielbeginn, danach übernahmen die Platzherren das Spieldiktat und jubelten bereits nach 14 Minuten. Allerdings verwehrte Ref Bannwart Amaouche's Treffer die Gültigkeit, da ein abseitsstehender Mitspieler Goalie Blättler entscheidend die Sicht nahm. Buochs kam zu diesem Zeitpunkt mit etwas Glück noch um einen Gegentreffer herum, doch bereits 6 Minuten später half alles Glück der Welt nicht mehr. Ein sauber getretener Freistoss in den Strafraum flog allen Buochsern vorbei auf den Kopf von Lachat, der aus kurzer Distanz Sam kein Abwehrchance liess und zum 1:0 einnetzte. Und es ging in ähnlichem Stil weiter in Halbzeit eins. Ein Abschluss der auf der Linie geklärt werden konnte, ein weiterer der vom Pfosten zurückklatschte, und letztlich nochmals eine Glanzparade Sam's der nach einem groben Schnitzer in der Verteidigung plötzlich Barkin alleine vor sich auftauchen sah, dessen Schuss jedoch meisterlich parierte. Die Buochser Gegenwehr strebte gegen null. Alles in allem eine ziemlich matte erste Hälfte, ein ungewohntes Bild des Buochser Ensembles.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schien sich Buochs einen Ruck gegeben zu haben. Keine 5 Minuten waren gespielt, als Tanushaj am linken Strafraumrand seinen Gegenspieler nass machte und den Ball scharf zur Mitte jagte. Dort stand Gjidoda goldrichtig und konnte lässig zum Ausgleich einschieben. Kam nun die Buochser Welle so richtig in Schwung? Leider nicht ganz, denn die erwartete Welle, um das Resultat gänzlich auf den Kopf zu stellen ebbte schnell wieder ab. Bemühungen waren zwar da, wesentlich mehr als in Halbzeit eins, aber wirklich hochkarätige Torchancen blieben aus. Was bei Buochs nicht so schlecht lief waren die schnell vorgetragenen Angriffe / Konterattacken. Die vertikalen Kombinationen brachten den Ball schnell bis weit in des Gegners Platzhälfte, doch eben, danach schien das Verteidigungsbollwerk der Jurassier eine uneinnehmbare Festung. Buochs musste schliesslich gar noch froh sein, wenigstens diesen einen Punkt nach Hause zu tragen. Denn mit dem allerletzten Angriff des Spiels hätte Bassecourt den Sack zumachen können, wenn nicht gar müssen. Ein Angriff über den rechten Flügel, wo der lädierte Haldi nach einem Schlag auf den Fuss nicht mehr grosse Gegenwehr leisten konnte, ein Pass zur Mitte an den beiden Innenverteidigern vorbei zum frei stehenden Erard, der es fertig brachte den Ball am Tor vorbei zu schieben. Erard hätte sich selber in den Hintern beissen können, wäre dies anatomisch überhaupt möglich gewesen. Das Spiel war gleich im Anschluss zu Ende. Ein Punkt der Bassecourt mehr diente, um sich im Kampf gegen den Abstieg etwas Luft zu schaffen. Deren drei wären noch komfortabler gewesen. Buochs seinerseits hätte sicher auch lieber drei Punkte mitgenommen, allerdings tat man hierfür definitiv zu wenig.

Am nächsten Samstag ruht die Meisterschaft bereits wieder, denn es steht die letzte Cup Qualifikationshürde auf dem Programm. Mit einem Sieg gegen den FC Gossau würde man sich für die Hauptrunde des Schweizer Cups im Sommer qualifizieren, wo man auf interessante, höherklassige Gegner treffen kann. Dafür ist aber eine merkliche Leistungssteigerung gegenüber dem Auftritt in Bassecourt notwendig. Dass der SC Buochs das Zeug dazu hat, haben die Spieler in der Herbstrunde mehrfach unter Beweis gestellt. Freuen wir uns auf ein spannendes und faires Cupspiel. Hopp Buochs!

 

Matchtelegramm:

FC Bassecourt - SC Buochs 1:1 (1:0)

Grand Près - 120 Zuschauer - SR: Bannwart

Tore: 20. Lachat 1:0, 51. Gjidoda 1:1

Bassecourt: Fankhauser; Chiquet, Ghomrani, J. Ducommun, Erard; Lachat; Amaouche (61. Randaxhe), Mobili (82. Bitiq), N. Ducommun, Cuskic; Barkin (75. Monnerat)

Buochs: Blättler; Gabriel (75. Marquez), Guidotti, Diethelm, Haldi; F. Nickel; Gjidoda (86. Kehrer), Kirschenhofer, Tanushaj; Lambert; Da Costa (46. Unternährer)

Bemerkungen: Buochs ohne Bühler (krank), Trajkovik, T. Nickel (verletzt). Tor durch Amaouche wegen Torhüterbehinderung nicht gegeben (14.), Pfostenschuss Bassecourt (40.)

Sonntag, 11.03.2018 – Giampi

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