Seuzach durch Gjidoda-Hattrick K.O.

Die diesjährige Cupsaison begann in bester Art und Weise. Bereits zur Halbzeit lag die Hodzic-Elf in Seuzach vorentscheidend 0:4 vorne. Schliesslich zog der SC Buochs mit einem klaren 1:5 Sieg in die zweite und letzte Qualirunde ein und trifft dort zuhause auf den FC Gossau

Schweizer Cup. Da kommen jedem SC Buochs Fan gute Erinnerungen hoch. Es ist noch nicht lange her, da schrieb der SC Buochs Schweizer Cupgeschichte, als er als erster 2. Liga Interligist in den Viertelfinal vorstiess und erst dort vom FC St. Gallen gestoppt werden konnte. Im Vorjahr war leider bereits in der 1. Qualirunde der 1. Liga in Wettswil am Albis Endstation. Um wieder auf der nationalen Cupbühne in Erscheinung treten zu können, müssen 1. Ligisten 2 Qualirunden überstehen, ehe es in der Hauptrunde zum grossen Cuplos kommen könnte.

Der erste Schritt musste somit am Samstagabend in Seuzach bei Winterthur gemacht werden. Seuzi spielt in der Gruppe 3 und konnte nach einem verhaltenen Saisonstart mit guten Resultaten gegen die beiden Topteams Boden gutmachen und Vertrauen für dieses Cupspiel aufbauen.

Der SC Buochs konnte praktisch in Bestbesetzung auftreten und nahm von Beginn an das Spieldiktat in die Hand. Erste 10 Minuten in denen praktisch nur Buochs in Erscheinung trat und damit Seuzi Trainer Markus Wanner schon fast zur Verzweiflung trieb. Die Buochser Fans dagegen blieben locker, denn sie fühlten ziemlich schnell dass es wohl nur eine Frage der Zeit war bis ein Treffer fiel. Nach 22 Minuten war es soweit. Mit schnellem und präzisem Zusammenspiel kombinierte sich die Weisse Welle an den Strafraum vor, wo Lambert einen Haken schlug, seinen Gegenspieler ins Leere laufen liess, einen freien Mitspieler vergebens suchte und aus der Not selber in den Abschluss ging. Sein Traumschuss flog aus 17m für Torwart Popp unhaltbar unter die Latte zum 0:1. Freude auf Buochser Seite über die verdiente Führung, doch Trainer Hodzic blieb besonnen und mahnte seine Jungs zur Vorsicht, nicht gleich in Euphorie zu schweben und weiterhin konzentriert zu bleiben. Seinen Spielern schien dies jedoch wie arabisch zu tönen, aber sie mussten alsbald feststellen dass die goldene Trainerregel selten irrt. §1 besagt, dass der Trainer immer recht hat. §2 sollte er einmal nicht recht haben, tritt automatisch §1 in Kraft... Wiederanstoss Seuzi nach dem Gegentreffer, Angriff, Flanke in den Strafraum, Kopfball Widmer (der ganze Angriff ohne nennenswerte Gegenwehr der Buochser), und die Mannschaft konnte sich beim wachen Sam Blättler bedanken dass die Führung länger als eine Minute anhielt! Mit seiner starken Parade drehte er den Kopfball an den Pfosten und von dort zum Corner ins Aus. Der Corner brachte dann allerdings keine weitere Gefahr, so wie auch die restlichen Minuten der ersten Halbzeit. Seuzach schien offensichtlich nicht die Klasse der Buochser zu haben. Trotz 5 offensiv aufgestellten Spielern brachten sie kaum brauchbare Bälle in die Gefahrenzone vor Blättler, die Buochser Verteidigungslinie konnte meist schon weit vor dem eigenen Torwart das Spiel klären und in die andere Richtung schicken. Und immer wenn es schnell wurde, hatte Seuzi Mühe sich richtig zu positionieren um dagegenzuhalten. Nach einer halben Stunde wurde auf der rechten Seite Bühler lanciert, der sich seines letzten Gegenspielers entledigte und in den Strafraum eindrang. Seine Hereingabe an Torwart Popp vorbei musste Gjidoda nur noch einschieben, und schon hiess es 0:2. Weitere 10 Minuten später versuchte es Tanushaj auf der linken Seite. Auch sein Gegenspieler musste erfahren was es heisst, wenn Guste mit dem Ball tanzt. Von der Grundlinie passte er mustergültig zur Mitte wo Gjidoda sofort den Abschluss suchte. Den Torhüter konnte er noch bezwingen, Ullmann hatte jedoch etwas gegen diesen Treffer und wehrte den Schuss mit dem Arm ab. Folgerichtig zeigte Ref Hänggi auf den Punkt, von wo Gjidoda souverän zum 0:3 verwertete. Aber damit noch nicht genug. Die Buochser Maschinerie war endgültig warmgelaufen, ein herrliches Kombinationsspiel fand über Lambert den Weg zu Gjidoda, der heute wohl ein besonderes Kraftfutter in sein Müesli gemischt hatte. Ihm schien an diesem Abend einfach alles gelingen zu wollen, sehr zur Freude seiner Mitspieler, Staff und den etlichen Fans am Platzrand. Gjidoda fand sich auf halb-rechts plötzlich ziemlich frei, drang in den Strafraum ein und mit einem flachen Diagonalschuss bezwang er den bedauernswerten Popp zum dritten Mal innert einer Viertelstunde. Ein lupenreiner Hattrick der dem Zofinger hiermit gelang. Chapeau! Gleich danach war erstmal Pause angesagt, welche die geknickten Platzherren gut gebrauchen konnten.

0:4 zur Halbzeit, die Suppe war damit eigentlich schon gelöffelt, die zweiten 45 Minuten verkamen bloss noch zum Schaulaufen, ausser die Buochser würden unerklärlicherweise nachlassen, fahrig werden und sich damit selber schlagen. Aber soviel vorweg, soweit kam es nicht, auch weil der heutige Gegner dazu gar nicht im Stande schien. Mit allem Respekt, aber da schienen heute zwei Mannschaften aus unterschiedlichen Ligen gegeneinander anzutreten. Die Buochser schraubten zwar effektiv zwei Gänge hinunter, und es entwickelte sich ein mattes Spiel ohne Spannung. Nach 70 Minuten ermöglichte diese fehlende Spannung den Platzherren immerhin den Ehrentreffer, der Honegger auf eine Flanke aus dem 16er auch ziemlich schön gelang. Dennoch hatte niemand wirklich das Gefühl dass da noch was geht, und die ersten Fans verliessen denn auch na-dis-na die Sportanlage. Sie verpassten noch den unschönen Höhepunkt, als Tavares sich nahe der Mittellinie zu einem unnötig harten Foul hinreissen liess und mit der zweiten Verwarnung vorzeitig den Platz verlassen musste. Mit der numerischen Überlegenheit im Rücken kam nochmals ein Ruck durch die Buochser Mannschaft, und die eingewechselten Spieler versuchten sich auch noch in Szene zu setzen. Am besten gelang dies Kevin Kehrer kurz vor dem Schlusspfiff, als er zentral am Strafraum angespielt wurde, auf dem harten und sandigen Untergrund ausglitt, dennoch alle Zeit der Welt hatte sich wieder aufzuraffen und den Ball Tanushaj vor die Füsse zu legen. Dieser hatte nur noch Popp vor sich und bezwang diesen mit einem Schmankerl-Lupferl unter die Latte zum finalen 1:5!

Eine veritable Gala die dem SC Buochs damit gelang, mit einem blendend aufgelegten Gjidoda dem ein spektakulärer Hattrick gelang. Mit diesem Sieg qualifiziert sich Buochs für die zweite Runde Mitte März, wo man zuhause gegen den FC Gossau antreten kann. Wieder einmal ein Aufeinandertreffen mit der St. Galler Mannschaft, welche wohl stärker als der heutige Gegner einzustufen sein wird. Aber die Situation wird nach der Winterpause genauer analysiert werden können, wenn allenfalls Wintertransfers das Gefüge der Mannschaft weiter verändern werden. In der Meisterschaft folgt am kommenden Samstag das Heimspiel gegen die SR Delémont, welche ihrerseits an diesem Cupwochenende bereits ausgeschieden ist. Und dies ausgerechnet im Nachbarsduell mit dem FC Bassecourt. Freuen wir uns auf ein interessantes Duell. Hopp Buochs!

 

Matchtelegramm:

FC Seuzach - SC Buochs 1:5 (0:4)

Rolli - 200 Zuschauer - SR: Hänggi

Tore: 22. Lambert 0:1, 30. Gjidoda 0:2, 41. Gjidoda 0:3 (Pen.), 44. Gjidoda 0:4, 70. Honegger 1:4, 89. Tanushaj 1:5

Seuzach: Popp; Vögeli, Süsstrunk, Tavares, Schalcher; Schiendorfer; Widmer (65. Di Nucci), Ullmann (77. Fundo), Kradolfer, Lauber (46. Auer); Honegger

Buochs: Blättler; Bühler, Guidotti, Diethelm, Trajkovic (65. Schuler); F. Nickel, T. Nickel; Gjidoda, Lambert (65. da Costa), Tanushaj; Unternährer (79. Kehrer)

Bemerkungen: Buochs ohne Haxhimurati, Cicoria (verletzt). 84. Platzverweis Tavares

Sonntag, 08.10.2017 – Giampi

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