Spektakel im Derby gegen Luzern

Nach dem missglückten Auftritt unter der Woche in Zug stand mit dem unangefochtenen Leader Luzern gleich ein nächstes Derby auf dem Programm. In einem spektakulären Spiel drehte Buochs in der Schlussphase das Resultat und besiegte den FCL mit 3:2

Ein sonnig-warmer Samstagvorabend lockte stattliche 320 Zuschauer auf das idyllische Seefeld. An einem Wochenende an welchem das populäre Kunstrasen-Juniorenturnier Massen von Junioren anlockt, an welchem etwas später die Schweizer Nati jene Lettlands mit 1:0 bodigte, und anschliessend der HC Davos die Halbfinalserie gegen den EV Zug wieder etwas spannender machte. Und diese 320 Kiebitze mussten ihr Kommen keine Sekunde bereuen!

Die Startviertelstunde bot einen temporeichen, engagierten Auftakt beider Teams, mit den Luzerner Gästen welche eher noch mehr den Torschuss suchten als ihre Buochser Gegenspieler. Bereits nach 7 Minuten hätte Riedmann das Skore eröffnen müssen, umspielte er Blättler erst gekonnt, verzog aber seinen Abschluss vor leerem Tor fast kläglich. Danach scheiterten Bucheli und Haldi auf Buochser Seite, und Rrezart Hoxha am glänzend parierenden Blättler. Nach diesem furiosen Auftakt flachte das Spiel leicht ab, die ganz grossen Chancen blieben aus, das Spiel jedoch weiterhin gefällig.

Der Torreigen wurde erst nach 10 Minuten der zweiten Halbzeit eröffnet. Ein Corner Lamberts flog weit in den Strafraum und fand den Kopf Diethelms, welcher wuchtig und für Devcic unhaltbar zur Buochser Führung einnickte. Dieser Gegentreffer spornte den FCL sogleich wieder an, den Kampf aufzunehmen. Keine Minute später fiel die Reaktion heftig aus: Angriff über die rechte Seite, Flanke über den ganzen Strafraum zu Hoxha, welcher völlig freistehend zum Kopfball kam, den Ball jedoch nicht an Blättler und seiner fantastischen Flugparade vorbei brachte. Luzern, das seit dem allerersten Spiel in Münsingen keinen Match mehr verloren hat und nur noch zweimal bei Remis Punkte liess, wollte nicht kampflos die Punkte der Heimmannschaft überlassen. In der 69. Minute war dann soweit. Ein weiter Ball auf Riedmann, den Verteidiger wie Fans im Abseits wähnten, Blättler welcher etwas ungestüm zu klären versuchte, aber dem Luzerner Stürmer den Vorrang gewähren musste; und schon zappelte der Ball im Tor. Da half auch alles protestieren beim Schiri und dem Linesman nichts mehr; mehr als eine Verwarnung wegen Reklamieren holten die Buochser dabei nicht heraus. Und es war erneut Riedmann, welcher eine Viertelstunde später über das linke Couloir einen Rush startete, eine Massflanke ins Zentrum schlug wo Hoxha sträflich alleine stand und für Blättler unhaltbar zur Luzerner Führung einnickte. Diesmal gab es nichts zu reklamieren, die Buochser mussten in dieser Situation das ungenügende Abwehrverhalten auf die eigene Kappe nehmen. Unkten einige Fans bereits dass es dies nun wohl gewesen sei und der FCL sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen liesse, hatten sie die Rechnung ohne den Wirt Lambert gemacht. Nachdem das Spiel in der Schlussphase etwas hektischer und ruppiger wurde, waren es die Buochser welche nach einer Führung nicht mit leeren Händen dastehen wollten. Die Weisse Welle brandete gen Luzerner Strafraum, ein Angriff wurde auf die rechte Seite verlagert, von wo der Ball sofort zurück zur Mitte und in den Lauf Lamberts gespielt wurde. Dieser fackelte nicht lange und nagelte den Ball spektakulär unter die Latte zum umjubelten 2:2 Ausgleichstreffer. Doch damit nicht genug. In der letzten offiziellen Spielminute unterlief der sonst sicher agierenden, jungen Luzerner Verteidigung ein fataler Abspielfehler aus dem sicheren Aufbau heraus. Ein Prellball landete Malbasic vor den Füssen, dieser umlief Devcic aussen herum und schob aus 5m am nahen Torpfosten vorbei zum 3:2 in die Maschen. Der Jubel im Seefeld kannte keine Grenzen mehr. Ein spektakuläres Spiel, das Buochs solide mitbestimmte, erst in Führung ging ehe man in Rückstand geriet, konnte in einer dramatischen Schlussphase nochmals gewendet werden. Dafür erntete die Buochser Mannschaft auch wohlverdienten Applaus nach dem Schlusspfiff. Und die anwesenden Zuschauer mussten ihr Kommen nicht bereuen, jeder einzelne Franken Eintrittsgeld war es heute wert. Die meisten Zuschauer konnten denn auch das Seefeld zufrieden verlassen ;-)

Mit diesem Sieg konsolidierte Buochs seinen Platz im vorderen Mittelfeld, nunmehr wieder mit 13 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, bei 8 ausstehenden Spielen. Mathematisch fehlen uns noch 12 Punkte zum Klassenerhalt. Am kommenden Samstag steht das nächste Spitzenspiel auf dem Programm. Dann nämlich geht die Reise zum zweitplatzierten FC Baden. Hopp Buochs!

 

Matchtelegramm:

SC Buochs - FC Luzern II 3:2 (0:0)

Seefeld - 320 Zuschauer - SR: Ljatifi

Tore: 54. Diethelm 1:0, 69. Riedmann 1:1, 83. Hoxha 1:2, 87. Lambert 2:2, 90. Malbasic 3:2

Buochs: Blättler; F. Nickel, Diethelm (77. Knezevic), Schrecker, T. Nickel; Käch; Tanushaj (67. Malbasic), Schilling, Haldi; Lambert, Bucheli (91. Haxhimurati)

Luzern: Devcic; Kränzle, Paglia, Miranda (24. Njau, 78. Fatkic), Sidler; Voca; Ulrich (71. Nyangi), Nguyen, Rüedi, Riedmann; Hoxha

Bemerkungen: Buochs ohne Schuler, Cicora, Frank (verletzt), FCL ohne Enzler, Arnold (U21 Nati), Emini, Kameraj (U18), Knezevic, Ugrinic (1. Mannschaft), Bender, Kadrija, Wolf, Vargas (alle verletzt)

Samstag, 25.03.2017 – Giampi / Fotos: Walter Niederberger

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